Elo zählt zu den Designer Hunderassen

Der Elo ist eine recht junge Hunderasse. Im Grunde zählt er zu den sogenannten Designer Dogs, also Vierbeiner, die gezielt durch Kreuzungen verschiedener Rassen entstanden sind. Von der FCI ist der Elo deshalb nicht anerkannt.

Steckbrief

Rasse:Elo
Herkunft:Deutschland
Größe:45-60 cm
Gewicht:15-35 kg
Lebenserwartung:12 Jahre
Felllänge:Langhaar
Fellfarbe:Schwarz, Orange/Mahagoni, Blau/Silber, Braun/Schokobraun, Creme, Weiß, Rehfarben, Sandfarben
Aufgaben:Familienhund
Listenhund:nein
FCI Gruppe:Nicht anerkannt
FCI Standard:-----
FCI Rasse Standards:FCI Standards (PDF)

Geschichte der Rasse

Der Elo entstand im Vergleich zu anderen Rassen erst sehr spät und hat daher noch keine lange Geschichte vorzuweisen. Begründer des Elos waren die deutschen Züchter Marita und Heinz Szobries aus Niedersachsen. Sie kreuzten 1987 den Old English Sheepdog (Bobtail) mit Eurasiern und Chow Chows. Ziel war es, einen neuen Familienhund zu schaffen, der kinderfreundlich und ruhig war. Zudem sollte kaum ein Jagdtrieb vorhanden sein. Schließlich tauften die Züchter die neue Rasse auf den Namen „Eloschaboro“, kurz: Elo. Marita und Heinz Szobries sicherten sich zudem gleich die Markenrechte an diesem Namen. Auf diese Weise schützten sie die Elos davor, gezüchtet zu werden, ohne dass spezielle Standards eingehalten werden.

Einen offiziellen Rassestandard gibt es allerdings bis heute nicht, denn der Elo ist nicht von der FCI anerkannt. 1995 erhöhte sich die Nachfrage nach besonders kleinen Elos, die ebenfalls als Begleithunde geführt werden konnten. Um diesen Wunsch zu erfüllen, kreuzte man weitere Rassen ein: Pekingesen, Kleinspitze und Japan-Spitze. 1993 gründete sich zudem die "Elo® – Zucht und Forschungsgemeinschaft e.V." Außerhalb Deutschlands ist der Elo mittlerweile auch in Österreich, der Schweiz, Belgien und den Niederlanden verbreitet.

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Charaktereigenschaften

Ziel der Elo-Zucht war es in erster Linie, einen kinderfreundlichen Familienhund zu schaffen. Dies gelang auch. So ist der Vierbeiner sehr ruhig und entspannt. Dabei hat er stets ein sonniges Gemüt. Trotzdem ist er immer aufmerksam und hat ein wachsames Auge auf seine Familie. Zum Bellen neigt der Elo allerdings nicht. Mit anderen Hunden oder sonstigen Tieren versteht er sich in der Regel bestens. Er eignet sich daher auch für die Haltung in einem Mehrhundehaushalt. Fremden begegnen die Elos mit einer gewissen Distanz. Dennoch würden sie sich aber niemals ängstlich oder aggressiv zeigen. Durch das ruhige Gemüt lassen sich die Hunde auch selten stressen, was sie ebenfalls für das Zusammenleben mit Kindern eignet. Auch ein Jagdtrieb ist bei den Vertretern der Rasse kaum vorhanden. Somit ist ein langer Freilauf selbst in Waldgebieten möglich.

Was die Erziehung des Elos angeht, ist ein wenig Hundeerfahrung von Vorteil. So braucht der Vierbeiner eine konsequente und souveräne Führung. Wer also noch Hundeanfänger ist, muss sich vorher ausreichend mit dem Thema beschäftigen. Misslingt die Erziehung, wird der Elo versuchen, die Führung innerhalb der Familie zu übernehmen. Unterwürfig zeigt sich der Vierbeiner ungern. Dafür ist er gerne mal stur und dickköpfig. Wenn die Erziehung aber gelingt, haben Sie einen treuen und freundlichen Familienhund in Ihrem Leben.

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    Erscheinungsbild

    Das Aussehen des Elos wird natürlich weitreichend von den eingekreuzten Rassen bestimmt. So kann man den Vierbeiner in zwei unterschiedlichen Größen finden: Es gibt kleine Elos mit einer Schulterhöhe von bis zu 45 cm. Sie bringen in etwa 15 kg auf die Waage. Die größeren Rassevertreten werden hingegen bis zu 60 cm groß und wiegen dabei circa 35 kg. Rassetypisch sind zudem die Stehohren und die eingerollte Rute.

    Hinsichtlich des Felltyps kann man den Elo ebenfalls in zwei Varianten unterscheiden. So gibt es Vierbeiner mit rauhaarigem Fell, die optisch eher dem Bobtail ähneln. Das Haarkleid ist aber dennoch flauschig weich und lang. Die glatthaarigen Rassevertreter haben am Kopf und an den Läufen weniger Haare. Grundsätzlich ist bei dieser Rasse jede Farbe erlaubt – außer Merle. Ideal wären allerdings reinweiße Elos mit Abzeichen oder Flecken.

    Haltung

    Der Elo ist nicht nur der perfekte Familienhund, sondern auch genauso für alleinstehende Personen geeignet. Durch seine hervorragende Anpassungsfähigkeit kann der Vierbeiner zudem in der Stadt, sowie auf dem Land gehalten werden. An seine Haltung stellt der Elo ansonsten keine hohen Ansprüche. Er braucht auch keine permanente Unterhaltung oder Beschäftigung. Was der Elo allerdings gar nicht gerne mag, ist alleine zu sein. Er genießt es, mitten in seinem Rudel zu leben und sucht gezielt die Nähe zu seinen Menschen. Muss er lange alleine bleiben, wird er schnell unglücklich.

    Auch wenn der Elo als Familienhund gezüchtet wurde und daher äußerst kinderlieb ist, sollten die im Haus lebenden Kinder dennoch vorab den richtigen Umgang mit Hunden gelernt haben. Kleine Kinder sollten Sie generell beim Spielen mit dem Vierbeiner nicht unbeaufsichtigt lassen, damit sich keiner versehentlich verletzt. Zudem ist es ratsam, dem Elo einen Rückzugsort zu bieten, an welchem er in Ruhe gelassen wird und somit entspannen kann.

    Der Elo ist auf jeden Fall ein sehr bewegungsfreudiger Hund. Nach Vollendung des ersten Lebensjahres kann Sie der Vierbeiner beim Joggen oder Radfahren begleiten. Zudem liebt der Elo lange, ausgedehnte Spaziergänge in der freien Natur. Dabei bevorzugt er natürlich das Laufen ohne Leine, was aufgrund des nicht vorhandenen Jagdtriebs kein Problem darstellt. Auch für Hundesport ist die Rasse geeignet. So hat der Elo Spaß an Agility Training, an Dog Dancing oder auch am Erlernen neuer Tricks.

    Elo - Ein Designer Hund und super süss

    Pflege/Gesundheit

    Grundsätzlich ist die Pflege des langen Haarkleids nicht sehr aufwändig. Bürsten Sie das Fell gründlich ein- bis zweimal pro Woche, um Schmutz und lose Haare zu entfernen. Zudem bleiben so die natürliche Haarstruktur und auch der Glanz des Fells erhalten. Während des Fellwechsels sollten Sie allerdings besser täglich zur Bürste greifen, damit Sie herumfliegende Haare vermeiden. Viele Elo-Halter lassen den Hund zudem im Sommer scheren, damit das Tier nicht unter der Hitze leidet. Allerdings müssen Sie sich dann darüber im Klaren sein, dass die Haarstruktur starke Schäden davon trägt. Das Deckhaar kann durch die Schur sogar teilweise ausfallen.

    Die Elos sind recht gesunde Hunde. Dennoch können rassespezifische Krankheiten auftreten. Große Elos leiden teilweise an Hüft- oder Ellenbogendysplasien. Kleine Rassevertreter haben manchmal mit der Kniescheibe Probleme. Deshalb wird von der offiziellen Zuchtgemeinschaft angeraten, die Zuchttiere vorab gesundheitlich auf Hüft-, Ellenbogen- und Kniefehlstellungen zu untersuchen. Nur komplett gesunde Tiere sollten zur Zucht zugelassen werden. Auch die Augen gelten allgemein anfällig für Krankheiten. Wer einen Elo mit Augenerkrankung besitzt, kann sich an Tierärzte wenden, die dem „Dortmunder Kreis – DOK, Gesellschaft für Diagnostik genetisch bedingter Augenerkrankungen bei Tieren e.V.“ angehören.

    Zucht

    Für die Zucht der Elos ist die „Elo-Zucht und Forschungsgemeinschaft“ (kurz EZFG) zuständig. Da es keinen Dachverband wie die FCI gibt, können Sie sich bei Interesse an einem Elo also direkt an die EZFG wenden. Hier werden Sie die Kontaktdaten der jeweiligen Züchter erhalten.

    Achten Sie auf jeden Fall auf die Seriosität der Züchter und lernen Sie diesen und auch die Zuchttiere am besten persönlich kennen. So können Sie sich ein Bild von der Zuchtstätte machen und je nach Eindruck entscheiden, ob Sie von dort einen Hund adoptieren möchten. In Deutschland und den Nachbarländern gibt es mittlerweile ca. 130 offizielle Elo-Züchter. Gerade wenn Sie nicht über die deutsche Grenze hinaus wollen, werden Sie somit mit Wartezeit rechnen müssen.

    Abgesehen von Welpen werden auch erwachsene Elos von der EZFG vermittelt. Geben Sie dies einfach bei Ihrer Suche an.

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