Cavalier King Charles Spaniel

Hunderasse Cavalier King Charles Spaniel steht auf der Wiese

Der charmante Cavalier King Charles Spaniel aus Großbritannien zeigt sich in der Regel sehr anhänglich und verschmust. Durch sein sonniges Gemüt und seine ausgeglichene Art eignet er sich wunderbar als Begleithund für Familien mit Kindern aber auch für Senioren.

Steckbrief

Rasse:Cavalier King Charles Spaniel
Herkunft:Großbritannien
Größe:30-33 cm
Gewicht:5,5-8 kg
Lebenserwartung:9-14 Jahre
Felllänge:Langhaar
Fellfarbe:Schwarz, Orange/Mahagoni, Weiß
Aufgaben:Gesellschaftshund
Listenhund:nein
FCI Gruppe:9. Gesellschafts- und Begleithunde
FCI Standard:136
FCI Rasse Standards:FCI Standards (PDF)

Geschichte der Rasse

Die Entstehungsgeschichte des Cavalier King Charles Spaniels begann im 16. Jahrhundert. Seinen Namen verdankt die Rasse den Königen Charles I. und Charles II. Beide Monarchen wurden stets von den kleinen Vierbeinern begleitet. Dadurch erhöhte sich der Bekanntheitsgrad des Spaniels enorm. Auch Künstler nahmen den pfiffigen Hund gerne als Muse für Gemälde und sonstige Kunstwerke.

Auch die damaligen adeligen Damen hielten den Cavalier King Charles Spaniel gerne als Begleithund. Der süße Vierbeiner diente hierbei in erster Linie der Unterhaltung und Belustigung im recht tristen Hofalltag.

Die Rasse „King Charles Spaniel“ wurde 1892 erstmals in das Zuchtbuch des britischen Kennel Clubs eingetragen. Die Länge der Schnauze bildete sich über die Zeit immer mehr zurück, da der damalige Trend entsprechend ausgerichtet war. Um dies zu erreichen, wurden teilweise Möpse mit den ursprünglichen Spaniels verpaart. Letztlich versuchte der Amerikaner Roswell Eldridge wieder verstärkt den ursprünglichen Spaniel zu züchten, der noch eine längere Schnauze aufwies. Der Beginn dieser „neuen“ Zucht lag im Jahr 1926. Eldridge erhöhte auf Hundeausstellungen das Preisgeld für Spaniels mit langer Nase, was natürlich die Motivation der neuen Zucht deutlich steigerte.

Der populärste Rassevertreter war „Ann’s Son“. Er gewann den Wettkampf ganze acht Jahre hintereinander. Der erfolgreiche Rüde gilt bis heute als Stammvater für den Cavalier King Charles Spaniel. Vom britischen Kennel Club wurde diese langschnauzige Variante 1945 als eigenständige Rasse anerkannt.

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Charaktereigenschaften

Die Cavalier King Charles Spaniels sind sehr freundliche und fröhliche Vierbeiner, die ihrer Familie ganz viel Freude bereiten. Die Rasse gilt auch als besonders kinderlieb und eignet sich daher auch gut für Familien mit Kindern. Auch mit anderen Vierbeinern kommt der charmante Brite gut zurecht. Ob andere Hunde oder auch Katzen – das Zusammenleben wird ziemlich problemlos funktionieren. Gegenüber den Menschen zeigt sich der Vierbeiner stets anhänglich und verschmust. Er baut zu seinen Zweibeinern eine enge Bindung auf und sucht deshalb immer den direkten Kontakt. Da die Spaniels früher als Jagdhunde eingesetzt wurden, kommt dieser Jagdtrieb auch heute noch zur Geltung. Gerade die Jagd nach Mäusen bereitet dem verspielten Hund eine große Freude. Insgesamt lässt sich der Cavalier King Charles Spaniel aber gut und einfach abrufen, wenn dies zuvor ordentlich trainiert wurde. Der Vierbeiner ist in der Regel sehr gehorsam und schlau. Dadurch lernt er Kommandos und Tricks relativ schnell und kann das neu erlernte Verhalten auch zügig umsetzen. Auch Hundeanfänger sollten mit dem kleinen Briten deshalb gut zurechtkommen. Anders als viele andere kleine Hunderassen ist der Cavalier nicht sehr bellfreudig und lässt sich daher nicht als typischer Kläffer einordnen. Als Wachhund ist der Vierbeiner somit allerdings nicht sonderlich talentiert.

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    Erscheinungsbild

    Im Vergleich zu dem verwandten King Charles Spaniel hat der Cavalier King Charles Spaniel nicht nur eine längere Schnauze, sondern ist auch höher gewachsen. Insgesamt bringt der Vierbeiner somit auch mehr Gewicht auf die Waage. Ein optisches Highlight sind auf jeden Fall die langen, buschigen Schlappohren. Sie verleihen dem Hund das niedliche Aussehen. Das lange Fell zeigt sich in der Regel in folgenden Farben: schwarz-loh, rot, weiß-loh und dreifarbig. Leichte Wellen sind nach Rassestandard erlaubt. Tatsächliche Locken sollten allerdings nicht entstehen.

    Haltung

    Die Haltung des Cavalier King Charles Spaniels ist denkbar einfach. Aufgrund seiner geringen Körpergröße fühlt er sich sowohl in einer Stadtwohnung wohl, als auch in einem Haus auf dem Land. Er genießt es aber auf jeden Fall in der freien Natur herumzustöbern und neue Gegenden zu erkunden. Auch bei einer Stadthaltung sollten Sie deshalb regelmäßig Ausflüge in ländliche Gegenden unternehmen.

    Die freundlichen Briten gelten als äußerst kinderlieb und eignen sich daher hervorragend für die Haltung in Familien mit Kindern. Diese sollten aber auf jeden Fall zuvor den richtigen Umgang mit Hunden gelernt haben. Durch die geringe Körpergröße sollte gerade im Welpenalter noch vorsichtig gespielt werden, damit sich der Vierbeiner nicht versehentlich verletzt.

    Zwar gelten die Cavalier King Charles Spaniels als sehr verschmust und anhänglich, trotzdem wollen die aktiven Vierbeiner artgerecht ausgelastet werden. Wer also einen eher faulen Hund sucht, mit dem man den Tag auf der Couch verbringen kann, ist hier nicht an der richtigen Adresse. Der kleine Brite liebt ausgedehnte Spaziergänge, Ausflüge mit der Familie und das Spielen und Toben mit Artgenossen. Sorgen Sie daher unbedingt dafür, dass Ihr Hund regelmäßig Kontakt mit anderen Vierbeinern hat. Hierfür eigenen sich Welpen- oder Hundespielgruppen in Hundeschulen. Auch sportlich betätigt sich der Spaniel gerne. Ob das Erlernen von Tricks, Fly Ball oder Agility Training – wenn die Kurse auf kleine Rassen abgestimmt sind, hat der Cavalier King Charles Spaniel dabei viel Freude.

    Cavalier King Charles Spaniel

    Pflege/Gesundheit

    Das lange Fell des Hundes sollte im Idealfall jeden Tag gebürstet werden. Ansonsten können lästige Verfilzungen und Knötchen entstehen. Besonders die Stellen hinter den Ohren, an den Leisten und den Achseln, sind für solche Verfilzungen anfällig. Professionelles Trimmen ist bei dieser Rasse allerdings nicht notwendig.

    Die langen Schlappohren des Hundes müssen Sie auf jeden Fall regelmäßig auf Schmutz und Parasiten kontrollieren. Sonst können schnell Entzündungen entstehen. Für die Reinigung der Ohren gibt es im Tierfachhandel spezielle Mittel, mit denen Sie die Region vorsichtig und schonend säubern können.

    Der Cavalier King Charles Spaniel zeigt sich für einige rassetypische Krankheiten anfällig. Hierzu gehört zum Beispiel das Episodic Falling Syndrome (EFS). Hierbei entwickeln die Vierbeiner nach körperlicher Belastung schwere Muskelkrämpfe, die zur Bewegungsstarre und zum Umfallen führen können. Die Krankheit kann aber recht gut behandelt werden. Es besteht allerdings die Gefahr, dass der Tierarzt die Symptome mit Epilepsie verwechselt, was wiederum zu einer falschen Medikation führen würde. Des Weiteren kann es zu einem „Dry Eye Syndrome“ kommen. Bei dieser Erkrankung haben die Hunde sehr trockene Augen, weshalb Augentropfen gegeben werden müssen, um eine Hornhautentzündung zu vermeiden. Leiden die Vierbeiner an dieser Krankheit, kann es zudem zum „Curly Coat Syndrome“ kommen. Erkrankte Tiere haben bereits als Welpe ein sehr stark gelocktes Fell und im späteren Verlauf eine entzündete, fettige Haut.

    Leider gibt es noch weitere Krankheiten, die bei dem quirligen Briten auftreten können. Dazu gehören Syringomyelie, eine neurologische Erkrankung, die sich durch Schmerzen an der Wirbelsäule äußert und Mitralendokardiose, eine Herzerkrankung die oftmals zu Herzversagen führt. Die meisten Krankheitsbilder lassen sich bei einer frühen Diagnose gut behandeln. Deshalb ist es enorm wichtig, dass Sie Ihren Hund regelmäßig von einem Tierarzt untersuchen lassen.

    Zucht

    Der Cavalier King Charles Spaniel ist mittlerweile auch in Deutschland eine sehr beliebte Hunderasse. Laut VDH kamen im Jahr 2020 996 Welpen zur Welt. Dementsprechend ist die Auswahl an passenden Züchtern relativ groß. Achten Sie unbedingt darauf, eine seriöse Zuchtstätte zu finden. Die Zuchttiere sollten vorab gesundheitlich durchgecheckt werden, damit Gendefekte und Krankheiten nicht auf den Nachwuchs übertragen werden.

    Des Weiteren werden die Welpen eines seriösen Züchters ausreichend sozialisiert und an Alltagsgeräusche gewöhnt. Auf diese Weise fühlt sich der junge Hund wohler, wenn er bei Ihnen einzieht, weil nicht mehr alles fremd ist. Illegale Tiertransporte oder Hobbyzuchten bringen oftmals kranke Welpen hervor, die zudem auch noch verhaltensauffällig sind. Sie sollten sich deshalb nicht von günstigen Preisen locken lassen, sondern viel mehr auf die Gesundheit des Vierbeiners Wert legen.

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