Bernedoodle

Bernedoodle in der Pubertät

Wie man am Namen schon erkennen kann, handelt es sich bei dem Bernedoodle um eine Mischung aus Berner Sennenhund und Pudel. Da Hybridzüchtungen nicht von der FCI anerkannt werden, existieren keine Rassestandards.

Steckbrief: Details zur Hybridzüchtung

Rasse:Bernedoodle
Herkunft:Kanada
Größe:45-58 cm
Gewicht:max. 40 kg
Lebenserwartung:12 Jahre
Felllänge:Langhaar
Fellfarbe:Schwarz, Orange/Mahagoni, Braun/Schokobraun, Creme, Weiß, Rehfarben, Sandfarben
Aufgaben:Begleithund
Listenhund:nein
FCI Gruppe:Nicht anerkannt
FCI Standard:-----
FCI Rasse Standards:FCI Standards (PDF)

Geschichte: Der Bernedoodle - ein Designerhund und Wasserjäger

Das Ergebnis einer bewussten Verpaarung zweier unterschiedlicher Hunderassen, nennt man Designer-Dog. Solche Hybridzüchtungen haben das Ziel, die positiven Eigenschaften der beiden Rassen zu kombinieren. Letztlich lässt es sich aber nicht vorhersagen, welche optischen Merkmale und Charakterzüge tatsächlich vererbt werden. So ist es auch durchaus möglich, dass der Welpe die negativen Eigenschaften der beiden Rassen in sich trägt. Was Sie also für einen Hund erhalten, bleibt eine Überraschung.

Den ersten offiziell gezüchteten Bernedoodle gab es im Jahr 2003 in Kanada. Kanada kann somit als Herkunftsland dieser Hybrid-Rasse bezeichnet werden. Ziel war es damals, einen Begleithund zu züchten, der optisch auffällt und bei Hundeausstellungen die vorderen Plätze belegen sollte.

Der Berner Sennenhund wird seit 1907 als Arbeitshund gehalten, zu dessen Aufgaben das Hüten und Treiben von Vieh gehörte. Zudem konnte er durch seinen stämmigen Körperbau Güter transportieren. Auch die Pudelzucht begann gegen 1900. Der Vierbeiner wurde zu dieser Zeit überwiegend für die Wasserjagd eingesetzt.

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Heute existieren bei dem Bernedoodle drei unterschiedliche Größen: klein, mini und mittelgroß. Es handelt sich jeweils um Kreuzungen mit dem Toy-Pudel, dem Miniaturpudel und dem Großpudel.

Charaktereigenschaften: Ein freundliches, gutmütiges Wesen mit geringem Aggressionspotenzial

Bei Hybridzüchtungen geht es in erster Linie darum, die positiven Eigenschaften beider Rassen zu kombinieren. Bei dem Pudel sticht in der Regel seine Intelligenz heraus, bei dem Berner Sennenhund sein freundliches und gutmütiges Wesen. Dennoch ist das keine Garantie, dass Ihr Bernedoodle diese Charakterzüge aufweist. Es gibt auch Vierbeiner, die aktive Energiebündel sind. Auch ein starker Jagdtrieb kann auftreten. Eines haben beide Rassen jedoch gemeinsam: Die Liebe zur freien Natur. Sowohl der Pudel, als auch der Berner Sennenhund sind gerne bei jedem Wetter draußen unterwegs und genießen ausgedehnte Spaziergänge. Des Weiteren zeigen sich beide Rassen gegenüber Menschen und anderen Vierbeinern in der Regel immer freundlich. Der Bernedoodle hat somit ein geringes Aggressionspotential und eignet sich für die Haltung in Familien mit Kindern. Auch das Zusammenleben mit Katzen ist möglich.

Insgesamt ist der Bernedoole also auch relativ leicht zu erziehen und daher gut für Hundeanfänger geeignet.

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    Erscheinungsbild: Der Bernedoodles - ein hypoallergener Teddy

    Die Körpergröße des Bernedoodles hängt von der Größe des eingekreuzten Pudels ab. Der mittelgroße Bernedoodle hat eine Größe von bis zu 70 cm, die Mini-Variante von etwa 50 cm und die kleinste Variante wird bis zu 40 cm groß. Das Gewicht liegt je nach Größe zwischen 12 und 35 kg.

    Das Fell des wuscheligen Vierbeiners ist besonders beliebt – es ist in der Regel lockig und kann dadurch mit der Optik eines Teddy-Bären verglichen werden. Der Bernedoodle eignet sich ebenso wie der Pudel für Allergiker. Je lockiger das Fell des Hundes ist, desto höher ist die Chance, dass es hypoallergen ist. In manchen Fällen können sich aber auch die glatten Haare des Berner Sennenhundes durchsetzen, diese können dann durchaus zu Allergien führen.

    Der Bernedoodle trägt meistens weißes, braunes oder schwarzes Fell. Neben den einfarbigen Varianten, gibt es aber auch Hunde, die zwei- oder dreifarbig sind.

    Haltung & Aktivität: Ein hohes Energielevel perfekt geeignet für Land und Natur

    Dieser freundliche und gutmütige Bernedoodle eignet sich hervorragend für Familien mit Kindern. Mit den jungen Zweibeinern kann der Hund sowohl herumtoben, als auch schmusen. Da der aktive Vierbeiner gerne viel Zeit in der freien Natur verbringt, ist das Stadtleben nicht das Richtige für ihn. Lange ausgiebige Spaziergänge in ländlicher Gegend sind für ihn ein Muss. Auch das Toben im eigenen eingezäunten Garten wäre ideal.

    Wie viel Beschäftigung der Bernedoodle braucht, hängt davon ab, welche Hunderasse sich mehr durchschlägt. Der Pudel ist sehr bewegungsfreudig und hat als aktiver Vierbeiner ein recht hohes Energielevel. Der Berner Sennenhund lebt wiederum eher gemütlich und mag es auch mal einige Stunden nur faul in der Sonne zu liegen. Sie werden aber in den ersten gemeinsamen Monaten schnell herausfinden, in welche Richtung sich Ihr Hund entwickelt. Für lange Spaziergänge oder gemeinsame Wanderungen ist Ihr Bernedoodle aber auf jeden Fall geeignet. Zudem haben die Hunde meist Spaß an Mantrailing und sonstigen Suchspielen. Auch eine Ausbildung zum Rettungs- oder Therapiehund kommt grundsätzlich in Frage.

    Junger Bernedoodle - Große Hunderasse

    Pflege & Gesundheit: Infos zum pflegeintensiven Umgang

    Das Fell des Bernedoodles ist durchaus pflegeintensiv. Zwar verliert der gelockte Vierbeiner kaum Haare, dennoch will dieses spezielle Haarkleid ausreichend gepflegt werden. So muss es mindestens alle drei Monate geschoren werden. Dies können Sie entweder selbst erledigen oder einen Hundefriseur aufsuchen. Verzichten Sie auf das Scheren, wird das lockige Fell Ihres Vierbeiners verfilzen. Das ist dann sowohl für das Tier unangenehm, als auch für Sie, da sich sämtlicher Schmutz von außen in dem dichten Haar verfängt.

    Wie bei allen Rassen mit Schlappohren, sollten Sie beim Bernedoodle regelmäßig die Ohren begutachten. Hier können sich Schmutz und Parasiten festsetzen, was letztlich zu Entzündungen führen kann. Säubern Sie die Ohren am besten mit feuchten Tüchern oder speziellen Ohrenreinigern.

    Da die beiden ursprünglichen Rassen, also Berner Sennenhund und Pudel recht unterschiedliches Fell haben, kann die Kombination aus beiden Felltypen zu Hautproblemen für den Hybriden führen. Was vererbbare Krankheiten angeht, muss hier die gesundheitliche Vorgeschichte bzw. das erbliche Risiko beider Rassen betrachtet werden. Pudel neigen grundsätzlich zur Hüftdysplasie und auch zur Retina-Atrophie. Berner Sennenhunde wiederum zeigen ebenfalls ein gehäuftes Auftreten der Hüftdysplasie und haben zudem das Risiko an einer degenerativen Myelopathie zu erkranken. Die Berner Sennenhunde leiden leider auch oft an der Malignen Histiozytose. Hierbei handelt es sich um eine Krebserkrankung, die in den meisten Fällen nach wenigen Monaten zum Tod des Hundes führt.

    Zucht: Der Bernedoodle - eine anerkannte Rasse

    Dadurch, dass der Bernedoodle nicht als eigene Hunderasse anerkannt ist, gibt es keine Standards die von den Züchtern eingehalten werden müssen. Aufgrund dessen, das es kaum Zuchtverbände gibt, sind auch Gesundheitstests nicht zwangsläufig erforderlich. Da gerade der Berner Sennenhund zu einigen schlimmen Krankheiten neigt, sollte ein seriöser Züchter unbedingt vorab Gesundheitschecks und Gentests durchführen, sodass Gendefekte nicht an die Welpen weitergegeben werden.

    Gerade zwecks der Tumorerkrankung ist solch ein Vorgehen enorm wichtig. Die Zucht der Berner Sennenhunde ist deshalb nicht einfach. Sind Sie auf der Suche nach einem Bernedoodle-Welpen, sollten Sie also unbedingt nach Züchtern Ausschau halten, die die Gesundheit der Tiere fokussieren. Lassen Sie sich Nachweise über Gesundheits- und Gentests zeigen und falls dies nicht von selbst geschieht, fragen Sie den Züchter gezielt danach.

    Grundsätzlich liegt der Preis für einen Bernedoodle-Welpen zwischen 600 und 900 Euro. Da es sich nicht um eine anerkannte Rasse handelt, sind Preise, die weit über dieser Spanne liegen, nicht akzeptabel.

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