Beagle guckt in die Kamera

Der Beagle steht für gute Laune, Verfressenheit und Starrköpfigkeit. Der für die Jagd gezüchtete Vierbeiner gibt durch sein freundliches Wesen einen guten Begleit- und Familienhund ab.

Steckbrief: Details zum verfressenen Beagle

Rasse:Beagle
Herkunft:Großbritannien
Größe:33-40 cm
Gewicht:10-18 kg
Lebenserwartung:12-15 Jahre
Felllänge:Kurzhaar
Fellfarbe:Creme, Weiß, Rehfarben, Sandfarben
Aufgaben:Jagen
Listenhund:nein
FCI Gruppe:6. Laufhunde, Schweisshunde
FCI Standard:161
FCI Rasse Standards:FCI Standards (PDF)

Geschichte: Vom Hasenjäger zum beliebten Familienhund

Der Beagle wurde ursprünglich für die Hasenjagd gezüchtet. Durch seine hervorragende Nase, nahm er bestens die Fährte der zu erlegenden Tiere auf und hetzte diese in Richtung der Jäger.

Seinen Ursprung hatte der Vierbeiner in der Rasse des Northern Hounds (auch Hubertushund genannt). Dieser wurde 1066 nach England eingeführt. Gegen 1400 gab es dann Kreuzungen mit dem Southern Hound, welcher wiederum aus dem Süden Frankreichs stammte.

Erstmalige Erwähnung fand der Beagle im Jahr 1475 im Buch „The Squire of Low Degree“ von König Heinrich VII. So setzte der britische Monarch den kleinen Vierbeiner bereits selbst erfolgreich für die Jagd ein. In den Jahren darauf widmete sich auch Königin Elisabeth I. der Zucht der Beagles. Sie brachte besonders kleine Exemplare hervor, die sogar in den Jagdjacketts Platz fanden. Diese Miniatur-Beagles wurden auch Pocket oder Rabbit Beagles genannt. Sie waren lediglich 18 cm groß. Zum Ende des 19. Jahrhunderts fanden die Winzlinge jedoch nur noch wenige Anhänger, sodass die Rasse letztlich ausstarb.

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Nach Deutschland kam der Beagle mit dem Ende des 2. Weltkriegs. Soldaten brachten ihre Hunde mit und auch die deutsche Bevölkerung fand schnell Gefallen an dem freundlichen Vierbeiner. Die Begeisterung an der Rasse ist bis heute erhalten geblieben – so zählt der Beagle zu den 20 beliebtesten Hunderassen in Deutschland.

Charaktereigenschaften: Verfressen, selbstständig und kuschelbedürftig

Der Jagdtrieb des Vierbeiners ist bis heute noch sehr stark ausgeprägt. Hat er einmal die Witterung eines Hasen aufgenommen, verschwindet er blitzschnell im Dickicht. Ein Rückruf fruchtet hier eher selten.

Der Beagle ist nicht nur sehr intelligent sondern kann auch starrköpfig sein. Eine geduldige aber konsequente Erziehung von Beginn an ist daher unbedingt notwendig. Ansonsten findet der kleine Vierbeiner schnell raus, wie er seinen Menschen um den Finger wickeln kann. Da der Jagdhund extrem verfressen ist, kann die Belohnung durch Leckerchen durchaus gute Erfolge erzielen. Dennoch ist Vorsicht geboten: Durch seine Gier setzt der Beagle schnell an neigt somit zu Übergewicht. Ebenfalls ist es ratsam ein Giftköder-Training zu absolvieren, denn der vierbeinige Staubsauger inhaliert draußen alles, was ihm vor die Schnauze kommt.

Auch wenn der Beagle seinen eigenen Kopf hat und gerne selbstständig seines Weges geht, ist er trotzdem ein kuschelbedürftiger Hund, der die Nähe zu seiner Familie sucht. Zudem ist er auch unternehmungslustig. Gerne begleitet er seine Zweibeiner überall mit hin.

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    Erscheinungsbild: Der sportliche Kurzhaar und sein muskulöser Körper

    Der Beagle ist eine wahre Sportskanone. Er hat einen kräftigen und muskulösen Körperbau. Die Beine des Hundes sind zwar relativ kurz, ermöglichen ihm aber dennoch ein schnelles und ausdauerndes Rennen. Ebenso charakteristisch für die Rasse sind die langen, großen Schlappohren.

    Nach den sind ziemlich alle Fellfarben erlaubt – außer Leberbraun. So kann der Beagle dreifarbig sein (Schwarz, Braun, Weiß) oder auch zweifarbig (Braun/Weiß, Rot/Weiß und Gelb/Weiß). Die Spitze seiner Rute muss allerdings immer weiß sein, dies ist durch die Standards vorgegeben.

    Das Fell an sich ist kurz aber sehr dicht. Somit ist der Vierbeiner vor Kälte und Nässe relativ gut geschützt.

    Haltung & Aktivität: Der Beagle - ein Familienhund mit hervorragenden Instinkten

    Durch seine Anhänglichkeit eignet sich der Beagle ideal zur Haltung als Familienhund. An seine Umgebung stellt er zudem keine großen Ansprüche. Er fühlt sich sowohl in einer Stadtwohnung, als auch in einem Haus mit Garten auf dem Land wohl. Letzteres ist aber natürlich immer für jeden Hund besonders toll. Sollten Sie einen Garten haben, achten Sie darauf, dass dieser durchgehend und hoch genug eingezäunt ist. Der Beagle versteht es, auch die kleinesten Schlupflöcher zu finden und auf Erkundungstour zu gehen.

    Der kleine Vierbeiner ist immer gerne in der Nähe seiner Menschen. Alleinsein mag er gar nicht gerne. Berufstätige Hundehalter sollten diesen Aspekt berücksichtigen und sich um eine entsprechende Organisation bemühen.

    Da er Fremden gegenüber genauso offen und herzlich ist, wie seiner Familie, eignet sich der Beagle nicht zum Einsatz als Wachhund. Auch bei anderen Hunden zeigt er sich stets freundlich und verträglich. Das Gleiche gilt für das Zusammenleben mit Katzen.

    Durch seine hervorragenden Instinkte und die gute Nasenarbeit wird der Beagle in den USA für den Grenzschutz eingesetzt. Dort spürt er illegal eingeführte Lebensmittel, Pflanzen- und Tiere auf.

    Da der Beagle ein sehr sportlicher Hund ist, braucht er eine entsprechend artgerechte Auslastung. Neben langen Spaziergängen eignen sich auch Agility, Mantrailing und Dummytraining zur Auslastung. Umso mehr Sie Ihren Hund bewegen, desto mehr können Sie auch das Gewicht des Vierbeiners kontrollieren. Außerdem ist der Beagle dann wunderbar ausgepowert und ausgeglichen.

    Beagle - Hunderasse flitzt über den Rasen

    Pflege & Gesundheit: Was Sie wissen müssen, um ihren Beagle zu pflegen und gesund zu halten

    Das kurze Fell des Beagles ist pflegeleicht. Es muss lediglich einmal pro Woche gebürstet werden. Während des Fellwechsels ist natürlich auch ein häufigeres Bürsten sinnvoll, damit die abgestorbenen Haare entfernt werden können.

    Mehr Zeit investieren Sie am besten in die Pflege der langen Schlappohren. Diese neigen gerne zu Entzündungen. Säubern Sie die Ohren regelmäßig mit speziellen Reinigern, sodass sich Schmutz nicht festsetzen kann. Auch das Auswaschen mit einfachen feuchten Tüchern wäre ausreichend. Wattestäbchen verwenden Sie hier bitte nicht. Es kann sonst passieren, dass Sie das Stäbchen zu tief in die Ohrmuschel einführen und dabei den Gehörgang verletzen.

    Der Beagle neigt wie viele andere Rassen auch zu bestimmten Krankheiten. So gibt es das „Beagle-Pain Syndrom“, bei dem sich das Rückenmark des Hundes entzündet. Des Weiteren kann es zu einer „Hound Anaxie“ kommen. Hier handelt es sich um eine neurologische Störung, die sich durch Bewegungsstörungen und Lähmungserscheinungen äußern kann. Ebenfalls gehäuft tritt die „Lafora-Krankheit“ auf. Dies ist eine erblich bedingte Stoffwechselerkrankung, die Krampfanfälle, Sehstörungen und letztlich auch Demenz auslösen kann. Außerdem besteht bei den Beagles ein erhöhtes Risiko für Augenerkrankungen wie Glaukom, Hornhautdystrophie und Retina-Atrophie.

    Zucht: Der Beagle - eine teure und beliebte Rasse

    Die Suche nach einem Beagle-Züchter wird sich nicht sehr schwierig gestalten. In Deutschland gab es 2020 602 registrierte Welpen dieser Rasse. Versuchen Sie auf jeden Fall einen seriösen Züchter zu finden, der sich an die Standards hält und auch entsprechende Gesundheitstest vorweisen kann. Des Weiteren sollten Sie die Möglichkeit haben, die Elterntiere kennenzulernen, damit Sie sich von deren Gesundheit und auch deren Wesen überzeugen können.

    Auf diesem Weg haben Sie zudem die Möglichkeit, die Umgebung zu erkunden, in der Ihr Welpe die ersten Lebenswochen verbringen wird. Erst wenn alles Ihrer Zufriedenheit entspricht und Sie ein gutes Gefühl haben, sollten Sie den Vertrag abschließen. Ebenso aussagekräftig ist der Preis des Welpen – der liegt zwischen 1500 und 2000 Euro. Wird Ihnen ein Hund zu einem deutlich günstigeren Preis angeboten, sollten Sie stutzig werden und genau die Hintergründe überprüfen.

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